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Im Rahmen der 2014 von Bücherphilosophin Katarina ins Leben gerufenen Beitragsreihe “Die Sonntagsleserin” teile ich jeden ersten Sonntag im Monat eine Auswahl an Artikeln und Seiten, die mir im Vormonat besonders gefielen und die von euch entdeckt werden sollten.


Oktoberfreuden

Mein persönliches Highlight im Oktober war die Rückkehr der originalen Sonntagsleserin: Katarina ist nach langer Pause zurück und hielt für uns in ihrem ersten Bloggermonat eine schier endlose Flut an großartigen Beiträgen bereit. Wenn ich nach der Arbeit meinen Feedreader öffnete und eine neue Einladung in Katarinas eigenes Zimmer vorfand, war das für mich jedes Mal wie ein Besuch bei guten Freunden, die lauter, spannende Neuigkeiten zu erzählen hatten. Besonders genossen habe ich Katarinas Besprechung von Yoko Ogawas „Zärtliche Klagen“, welche gekonnt die feinfühlige, zwischen Schönheit und Schmerz changierende Erzählweise des Romans und die Bedeutung der Musik einfängt. Unbedingt lesen solltet ihr aber auch Katarinas Artikel über Virginie Despentes.

Buchbesprechungen

Sarah von Studierenichtdeinleben tastet sich aktuell an die bunte Welt der Comics heran. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Carlsen Comics reiste sie im Oktober in die Welten der Klassikerserien „Spirou & Fantasio“, „Gaston“ und „Valerian & Veronique“.

Eine derbe, schonungslos direkte, aber auch sehr gelungene Lektüre verspricht uns die Leserin Iris mit Matthew Quicks aktuellen Roman über einen Vietnam-Veteran, der nach außen wie der typische Rassist wirkt, hinter dieser Oberfläche aber doch mehr Toleranz lebt, als mancher, der diese tagtäglich predigt.

Mindestens ebenso heftig kommt Jesper Wung-Sungs Jugendbuch „Opfer“ daher, von dem sich Marc auf Lesen macht glücklich schwer begeistert zeigt.

Miss Booleana hört sich weiterhin durch den Lovecraftschen Kosmos. Auch „Der Flüsterer im Dunkeln“ konnte sie überzeugen und ich würde sagen, Miss Booleana ist nach den bisher fünf Hörbüchern zu einem großen Fan des Lovecraftschen Horrors geworden. 😉

Unterwegs

Ilja vom Blog Muromez wandelte in Moskau auf den Spuren der großen russischen Schriftsteller und hat uns vielfältige, inspirierende Eindrücke in Wort und Bild mitgebracht.

Bereits im Frühjahr hatte Tobi ein Meet & Greet mit Tad Williams gewonnen. Diese einzigartige Begegnung mit dem geschätzten Autor teilt Tobi nun mit uns auf Lesestunden in einem Bericht, der mir das Gefühl gab, mit ihm und Tad zusammenzusitzen und zu plaudern.

Großes Thema im Oktober war natürlich die Frankfurter Buchmesse. In der Flut der Messeberichte fand ich den verhältnismäßig kurzen und sehr aufrichtigen Rückblick auf buchrevier sehr erfrischend und besonders lesenswert.

Über das Lesen und Bloggen

Simone setzt sich auf Papiergeflüster mit aktuellen Entwicklungen in der (Buch-)Bloggerszene auseinander und erklärt, warum sie sich dieser Welt nicht mehr zugehörig fühlt. Ein ehrlicher, aber unaufgeregter Artikel, der mir sehr aus dem Herzen spricht und in dem ich viele eigene Eindrücke und Ansichten widergespiegelt finde.

Ein Lesetagebuch der anderen Art führt Kaisu: Sie hält ihre Gedanken zu einem Buch illustratorisch als Sketchnote fest. Wie sie diese visuellen Notizen anfertigt, zeigt sie uns auf Life for books and more.

Und sonst so?

Aurelia von Geekgeflüster und KaySee haben sich über die Darstellung von Frauen in der Literatur und das Verständnis davon, was eine starke Frau ausmacht, Gedanken gemacht und äußern berechtigte Kritik. Auf Verlorene Werke stellt Soleil zudem die Frage, warum Fantasy-Hörbücher überwiegend von Männern gelesen werden.

Hotaru stellt uns auf Hitodama den griechisch-irischen Autor Lafcadio Hearn vor, der sich als erster westlicher Schriftsteller intensiv mit Japan beschäftigte.

Wer sich für Psychologie interessiert, der sollte bei Aig an taigh vorbeischauen, denn dort empfiehlt Mina verschiedene Podcasts zu psychoanalytischen Themen, beispielsweise über das Verdrängen und Verleugnen als Abwehrmechanismen der Seele.


Weitere Sonntagslektüren findet ihr bei: