Mid-Year-Readathon

10.35 Uhr

Guten Morgen … oder Vormittag oder in welcher zeitlichen Sphäre sich eure Biorhythmen auch immer gerade befinden mögen!

Bücherfrühstück.jpg

Der zweite Tag des Mid-Year-Readathons ist angebrochen und diesen habe ich – wenig überraschend mit einem Schmökerfrühstück auf dem Balkon eingeläutet. Bei „Freaks“ bin ich 20 Seiten vorangeschritten und erlebte dabei gleich eine (kleine?) Überraschung hinsichtlich der attraktiven, im Rollstuhl sitzenden Pfarrerstochter und selbsternannten Satanistin Aurora. Dieses Buch ist in der Tat alles andere als gewöhnlich und trotz oder gerade wegen seiner überspitzten Charaktere unglaublich unterhaltsam. Ich werde mich daher auch sogleich ans Weiterlesen machen und sobald die letzten 107 Seiten umgeblättert sind, greife ich zu Karen Joy Fowlers „We Are All Completely Beside Ourselves“ – das stand zwar nicht auf meiner ursprünglichen Leseliste, doch haben Mara und Mareike mich mit ihrer Begeistertung zum Planwechsel regelrecht verführt. Und SUB-Abbau ist es ja allemal. 🙂

Davon abgesehen habe ich mich heute Morgen darüber gefreut, dass Tanja vom Lese-Leuchtturm beim Lesemarathon einsteigen möchte. Damit sieht die aktuelle Teilnehmerliste wie folgt aus:

Das verleitet mich dazu, meinen Mit-Marathonisten ein paar kleine Fragen zu stellen:

  1. Wo und wie lest ihr an diesem Wochenende? Habt ihr einen Lieblingsleseplatz – wenn ja, wie sieht dieser aus? Und was braucht ihr für eine gelungene Leseatmosphäre?
    Ich selbst habe mir für dieses Wochenende den Balkon als Leseplatz auserkoren. Wie einige von euch wissen, bin ich vor Kurzem umgezogen und lebe nun erstmals in einer Wohnung mit Balkon – der noch dazu Ausblick ins Grüne gewährt und nach Südwesten ausgerichtet ist, sodass ich eine wundervolle Aussicht und von Mittag bis Abend beste Lichtverhältnisse habe. Im Moment könnte ich mir kaum einen besseren Leseplatz vorstellen – außer vielleicht den kleinen Park vorm Haus, doch sollte das Wetter weiterhin so unbeständig bleiben, muss ein Lese-Ausflug dorthin wohl ausfallen.
    Ansonsten habe ich das Glück, in einer sehr ruhigen Gegend zu wohnen. Der Liebste, mein Kater, Telefon und Fernseher sind zudem momentan auch noch in Erfurt und so habe ich hier keinerlei Ablenkung. Mehr brauche ich letztlich auch nicht zum Lesen: nur eine ruhige Umgebung und ein gemütliches Plätzchen … na ja, vielleicht noch die ein oder andere Gaumenfreude zwischendurch. 😉
  2. Wie motiviert ihr euch? Reichen euch die gesetzten Ziele? Gönnt ihr euch eine kleine Belohnung, wenn ihr diese erreicht? Oder sind die schönen Lesestunden für euch schon Motivation genug?
    Mir reichen als Motivation die gesetzten Ziele und die Tatsache, dass ich überhaupt einmal wieder ein ganzes Wochenende lesen kann. In den vergangenen Monaten kamen die Bücher zu kurz und so genieße ich gerade jeden einzelnen Satz.

14.40 Uhr

Vor wenigen Minuten habe ich „Freaks“ beendet. Ein wahrhaft ungewöhnliches Buch – und es wird garantiert nicht mein letztes von Joey Goebel bleiben! „Freaks“ ist durchgeknallt, absurd, schrecklich amüsant, aber doch mit nicht unbedeutender Message und am Ende wartet Goebel mit einfach grandiosen Schlussworten auf, in denen er sich selbst nicht so ernst nimmt, aber auch eine für manchen wohl unangenehme Wahrheit über uns Menschen ausspricht.

image

Nach dieser eher skurrilen, aber guten Lektüre wechsle ich nun zu etwas eher Dramatischem: Karen Joy Fowlers „We Are All Completely Beside Ourselves“. Hoffentlich haben Mara und Mareike nicht zu viel versprochen… 😉

image

 

18.00 Uhr

Innerhalb der letzten Stunden habe ich leider nur geringe Fortschritte in Sachen SUB-Abbau gemacht. Gerade einmal 12 Prozent (also 40 der 336 Seiten der UK-Harcoverausgabe) von „We Are All Completely Beside Ourselves“ habe ich in den vergangenen drei Stunden geschafft. Grund dafür sind die Kopfschmerzen, die sich im Laufe des Nachmittags bei mir einstellten. Hartnäckig habe ich trotzdem versucht, mich durch Karen Joy Fowlers hochgelobtes Buch zu lesen, merkte aber, dass mir dafür einfach die Konzentration fehlte.

Dschungelbuch_Graphic Novel.jpegDa sich noch immer keine Besserung eingestellt hat und ich das Buch auf diese Weise nicht genießen kann, habe ich „We Are All Completely Beside Ourselves“ vorübergehend in den Stand-By-Modus geschickt. So ganz ohne Lektüre geht es dann aber auch nicht (ihr kennt das 😉 ) und daher tauche ich jetzt in weniger textlastige Welten ein: Für die nächsten Stündchen wird eine Graphic Novel-Adaption des „Dschungelbuchs“ mein buchiger Partner sein. Und wenn ich diese durch habe, ist hoffentlich auch der Kopf wieder frei für Fowlers Roman …

21.00 Uhr

Die Graphic Novel-Version von Rudyard Kiplings Klassiker „Das Dschungelbuch“ ist beendet. Zugegeben, eine recht gestraffte Handlung, aber durchaus eine in sich lesens- und anschauenswerte Adaption.

Meinem Kopf geht es indes leider noch immer nicht besser. Daher überlege ich nun, wie ich den angebrochenen Abend fortsetze: Einfach zu den Hörbüchern wechseln? Noch eine Graphic Novel? Oder doch einen Roman beginnen, der weniger Konzentration erfordert als „We Are All …“?

Eine weitere schlechte Nachricht erreichte mich zudem von Petra. Sie schafft es leider doch nicht, zwischen ihren Schichten ein paar Lesestunden einzuschieben und kann sich daher nicht am Lesemarathon beteiligen. Liebe Petra, ich hoffe, du findest an diesem Wochenende trotzdem ein paar freie, gemütliche Stunden und vielleicht klappt es bei einem anderen Lesemarathon (z. B. den von der Wörterkatze)?!

Die aktuellen Mit-Marathonistinnen: