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Bloggerkollegin Katarina hatte im vergangenen Jahr die Rubrik “Die Sonntagsleserin” eingeführt. Auf ihrem Blog “Bücherphilosophin” teilte sie jeden Sonntag in der Blogosphäre gefundene Beiträge, die sie im Verlauf der Woche besonders gern gelesen hat – die Idee fand schnell viele begeisterte Leser und so beteiligten sich immer mehr Blogger am  Sonntagslesen. Als Katarina dann im Sommer ihren Blog löschte (inzwischen schreibt sie auf „The Edinburgh Book Blog“), ebbte auch die Sonntagsleserei ab. Lediglich Anna von „buchpost“ blieb aktive Sonntagsleserin. Ich selbst wollte ursprünglich weitermachen, fand aber im Stress von Masterarbeit und Nebenjob einfach keine Zeit mehr. Doch ich nahm mir vor: 2015 geht es weiter.

Das dachten sich auch andere ehemalige Sonntagsleser. Marc von „Lesen macht glücklich“ hat diese wunderbare Rubrik im Januar daher erfolgreich wiederbelebt und andere Blogger zum Mitmachen motiviert. Auch ich bin wieder Sonntagsleserin – jedoch mit einer kleinen Variation: Da wöchentliche Beiträge im Stress des Alltags und aufgrund des ungeplanten Dazwischenkommens des Lebens nicht immer realisierbar sind, werde ich nur einmal im Monat meine Blogosphären-Entdeckungen teilen. Jeden ersten Sonntag im Monat werfe ich daher einen Blick zurück auf all jenes, was mir im Vormonat besonders auffiel und meines Erachtens nach von euch entdeckt werden sollte. Obwohl der Februar der kürzeste Monat des Jahres ist, hielten er für die Blogleser viele wunderbare Beiträge bereit. Daher vorab der Hinweis: Für meine Empfehlungen braucht ihr dieses Mal viel Zeit. 😉

Rezensionen

Horrorbiene von Armarium nostrum hat sich der „Die Tribute von Panem“-Trilogie gewidmet und geht mit ähnlichen Eindrücken aus der Reihe wie einst ich.

Tialda von Bibliofeles hat Lilly Lindners „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ gelesen und steckt die Leser ihres Blogs mit ihrer Begeisterung für dieses Buch an. Genauso beeindruckt zeigt sich Heike von Irve liest. Lesenswert sind aber nicht nur Lilly Lindners Buch und die Rezensionen unserer Bloggerkolleginnen, sondern auch Tialdas Interview mit der 26-jährigen Yvonne, die seit zwölf Jahren mit Ana (d. h. Anorexia nervosa) lebt.

„Moriarty“ von Anthony Horowitz stand schon länger auf der Merkliste. Wäre dem nicht so gewesen, wäre das Buch aber auf jeden Fall nach der Rezension auf buchstapelweise dort gelandet. Denn bei Sätzen wie „Mit der Schlusspointe kommt das Bedürfnis, das ganze Buch gleich nochmal zu hören und, wie Sherlock Holmes, besser aufzupassen“ kann ich einfach nicht anders, als selbst in die Geschichte eintauchen zu wollen.

Ebenfalls auf buchstapelweise entdeckt: „All The Bright Places“ von Jennifer Niven – ein Buch, das Einblick in die Denkweise depressiver, suizidgefährdeter Teenager gewährt und nach dessen Lektüre der Leser „viel zu Verdauen [hat]. Kein bequemes (Hör)Buch, aber so gut geschrieben, dass man es dennoch verschlingt.“

Auf Inkunabel stellt Bettina uns den Manga „Young Bride’s Story“ vor, der im Zentralasien des 19. Jahrhunderts spielt und (unter anderem) die Ehe zwischen Teenagern in den Fokus rückt.

Die Klappentexterin stellt uns mit „Die Erbärmlichkeit des Krieges“ den beklemmenden Lyrikband des im ersten Weltkrieg gefallenen Engländers Wilfred Owen vor.

Auf Sätze&Schätze stellt uns Gastautor Klaus Krolzig eine ganz besondere Ausgabe mit Werken Wilhelm Buschs vor, die nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ein Genuss ist.

Ein Buch, in dem eine Geschichte aus der Sicht eines Moskitos erzählt wird? Das hört sich merkwürdig an, ist aber nach Ansicht der Wörterkatze eine sehr lesenswerte Auseinandersetzung mit Malaria.

buchmesse:blogger

Die bevorstehende Leipziger Buchmesse war im Februar eines DER Themen – nicht zuletzt, da sich die Messe für Blogger einiges Interessantes überlegt hat. Erstmals wird es auf der Messe eine Lounge speziell für die Blogger geben. Zusätzlich haben 15 Blogger die Chance erhalten, jeweils einen der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Titel vorab zu lesen und zu rezensieren (die Liste aller Bloggerpaten findet ihr hier). Dabei wurde bereits deutlich, dass „nominiert“ nicht zwangsweise „lesenswert“ bedeutet. So zeigt sich Sophie von Literaturen von ihrem Patenbuch alles andere als begeistert.

Lesenswertes rund ums Buch

Um eine Kooperation zwischen Bloggern und Buchhandel geht es auf Astro Librium – Einladung zum Mitmachen inklusive.

Filme und Serien die auf Comics basieren, sind Standard. Die umgekehrte Richtung ist da (noch) die Ausnahme. Warum beliebte Fernsehserien wie „Akte X“ oder „Buffy“ als Comics fortgesetzt werden und inwieweit dieses Konzept eingefleischte Serienfans überzeugen kann, hat Philipp von der Comic Kladde einmal näher analysiert.

Miri von Geschichtenwolke – Kinderbuchblog hat LeYo!, die Multimedia-Bibliothek des Carlsen Verlags, getestet. Wie das Konzept aus Buch und App bei ihr abgeschnitten hat, erfahrt ihr hier.

Andreas Steinhöfel, der zuletzt mit seinem wunderbaren Buch „Anders“ die Herzen kleiner und großer Leser eroberte, sprach während der diesjährigen Dresdner Reden über das Lesen sowie über die Entwicklung der Sprach- und Lernkultur. Isa von den LeseEntdeckern war vor Ort und hat die Veranstaltung wunderbar für alle Abwesenden zusammengefasst.

Estel von Studierenichtdeinleben stellt uns anlässlich ihres 25. Geburtstages 25 Bücher vor, die sie in ihrem Leben auf besondere Weise begleitet oder geprägt haben und erzählt uns dabei u. a. eine kleine Anekdote über Schiller im Unterricht.

Und sonst so?

Kerstin von Ein zweiter Blick hat das ehemalige Männergefängnis von Köpenick aufgesucht und uns beeindruckende Bilder mitgebracht.

Miss Booleana und Andrea von danares.mag wurden vom Berliner Radiosender Fritz interviewt. Wer wissen will, wie unsere lieben Bloggerkolleginnen klingt und wie es für sie war, in einer Live(!)-Sendung zu reden, der klicke bitte hier und hier. 🙂