Den langjährigen Followern unter euch wird aufgefallen sein, dass es in letzter Zeit in diesem Jahr ruhiger als gewöhnlich auf meinem Blog zuging. Die letzten sieben Monate habe ich quasi nur an meiner Masterarbeit gesessen. All die Zeit über habe ich lediglich überlebt und funktioniert, statt wirklich gelebt und so staune ich gerade, dass wir tatsächlich schon September haben – war letzte Woche nicht noch März und ich zur Buchmesse in Leipzig? Ich glaube, so muss sich Dornröschen gefühlt haben, als sie aus ihrem 100-jährigen Schlaf erwachte und feststellte, dass sich die Welt außerhalb ihres Schlosses weitergedreht hatte …

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Gestern habe ich meine 127 A4-Seiten umfassende Masterthesis gedruckt, gebunden und in dreifacher (mehrere Kilogramm wiegenden) Ausführung an der Uni abgegeben. Dem folgte ein leicht zwiespältiges Gefühl: einerseits die Freude, die Last der letzten Monate (vorerst) los zu sein, andererseits die Gewissheit, nie wieder über den Campus zu laufen, tagelang in der Uni-Bibliothek zu arbeiten, in Vorlesungen und Seminaren zu sitzen – irgendwie erscheint mir das surreal, nachdem ich so viele Jahre mit Studieren verbrachte. Doch ich glaube, das geht jedem so, sobald ein bestimmter Lebensabschnitt endet. Letztlich überwiegt jedoch die neugewonnene Leichtigkeit: Zwar sind auch die kommenden Wochen mit diversen Verpflichtungen (Nebenjob, Bewerbungen, Vorbereitung auf die Verteidigung) verbunden, doch werde ich endlich wieder Zeit für Familie, Freunde und Freizeit haben. Das heißt konkret: endlich die längst überfälligen Rezensionen verfassen, Konzerte besuchen, Besuche in der Heimat etc.

In Zukunft wird also auch auf dem Blog wieder mehr geschehen. Für kommende Buchbesprechungen habe ich mir dabei vorgenommen, am Beitragsende unter dem Schlagwort „Buchgeschwister“ auf meinem Blog vorgestellte Bücher desselben Autors zu verlinken. Außerdem möchte ich im kommenden Jahr gerne die Gesammelte Schätze Challenge ausrichten – falls dies klappt, lasse ich euch das natürlich noch einmal gesondert wissen. 😉 Im Hintergrund grüble ich zudem immer wieder über eine Layoutveränderung. Geplant ist der optische Relaunch für den 5. Blog-Geburtstag im Februar. Bislang habe ich aber noch kein Theme finden können, das mir flexibel genug ist und das ich mir zudem als langfristiges Layout für meine Seite vorstellen könnte. Die Suche läuft also weiter auf Hochtouren.