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Bloggerkollegin Katarina hatte zum Jahresbeginn die neue Rubrik „Die Sonntagsleserin“ eingeführt und damit eine regelrecht virale Idee gehabt:  Auf ihrem Blog „Bücherphilosophin“ teilt sie jeden Sonntag in der Blogosphäre gefundene Beiträge, die sie im Verlauf der Woche besonders gern gelesen hat – die Idee fand so viele begeisterte Leser, dass Katarina jeden dazu einlädt, sich an der Rubrik zu beteiligen. Wenn ihr im Verlauf der Woche also auf empfehlenswerte Artikel gestoßen seid, könnt auch ihr Sonntagsleser(in) werden. Wie genau das funktioniert, erfahrt ihr hier.

In dieser Woche folgte wirklich ein großartiger Beitrag nach dem anderen und entsprechend lang ist heute mein Sonntagsleser-Post – anfangs überlegte ich, nur eine Auswahl zu präsentieren, doch verwarf den Gedanken sofort wieder, denn erstens hätte ich mich nicht entscheiden können und zweitens möchte ich euch keinen der wunderbaren Artikel vorenthalten. Ich hoffe, ihr fühlt euch von der Unmenge an Empfehlungen nicht erschlagen. 😉

Rezensionen

„Ich liebe Bücher über Bücher, Buchhandlungen und die Liebe zu Büchern“, schreibt Bloggerkollegin Horrorbiene. Klar, dass sie dadurch auch neugierig auf „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ war. Womit aber wohl kaum jemand gerechnet hätte: In dem Buch geht es nicht nur um die wunderbare Bücherwelt, sondern auch um Google. Wie das zusammenpasst, erfahrt ihr bei Armarium Nostrum.

Einem trotteligen Protagonisten und greisen Ex-Auftragskillern begegnen Leser in „Grabt Opa aus!“. Das Buch ist also kein klassischer Krimi – trotzdem (oder gerade deswegen?) zeigt sich Sindy von booksandmore81 regelrecht begeistert von Tatjana Kruses Geschichte.

Um die Bücher von Tracy Chevalier schleiche ich seit Jahren immer wieder herum. Umso neugieriger war ich auf Katarinas Eindrücke zu ihrem aktuellen Roman „Die englische Freundin“. Das Fazit der Bücherphilosophin?: „Tracy Chevalier versteht es das schwer verdauliche Thema ihres jüngsten Romans immer wieder etwas aufzulockern […]. Dabei verliert sie den Hintergrund des Romans nie ganz aus den Augen, wird nie zu leichtherzig im Angesicht der Ungerechtigkeit.“

Mara von Buzzaldrins Bücher hat in dieser Woche wieder mehrere wunderbare Bücher besprochen: Zum einen „Das Lachen und der Tod“, das mir vor einiger Zeit unsere Buchhändlerin ans Herz legte und deren positive Eindrücke nun von Mara bestätigt wurden. Zum anderen las Mara den Kurzgeschichtenband „Palo Alto“ von Schauspieler James Franco – und die Rezension dazu fiel so interessant aus, dass ich mir „Palo Alto“ sofort bestellte.

Auf Jargs Blog ging es in dieser Woche um eine ungewöhnliche Freundschaft: „Fuchs ganz nah“ ist die wahre Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Fuchs, einer Forstwirtin und einem Förster.

An Frank Schätzings neustem Buch „Breaking News“ kommt man zur Zeit nirgendwo vorbei. Leseratteffm hat den Thriller gelesen und kann sich den vielen Begeisterungsstürmen nicht anschließen.

Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg – Anlass für viele literarische Neuveröffentlichung zu diesem Thema. Auch der französische Autor Jean Echenoz widmet sich in „14“ dieser historischen Zeit. „Nun darf und kann man zu Recht die Frage stellen, was Echenoz’ Roman eklatant von anderen seiner Art unterscheidet. Welchen neuen und besonderen Ansatzpunkt er im Erinnern an den Ersten Weltkrieg liefert“, führt Sophie von Literaturen an und liefert genug Gründe, „14“ zu lesen.

Vor kurzem habe ich euch das wunderbare Bilderbuch „Lindbergh“ vorgestellt. Autor und Illustrator Torben Kuhlmann wurde nun just für dieses Buch mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet. Auch Mr. Rail von Literatwo hat sich der Geschichte von der fliegenden Maus gewidmet – und ist von ihr ebenso begeistert wie ich.

Meiner Meinung nach kommen Mangas in der Buch(blogger)welt ja viel zu kurz – spätestens jetzt sollte aber jeder, der bislang noch Zweifel an dem Genre hatte, seine Vorurteile oder Berührungsängste über Bord werfen, denn Miss Booleana stellt mit Inio Asanos „Das Feld des Regenbogens“ einen Manga vor, der es in sich zu haben scheint. Es wird also Zeit, (wieder einmal) den Comicshop aufzusuchen.

Ein Buch über Mobbing mit Sci-Fi-Elementen – das soll funktionieren? Tut es! Warum, verrät euch Yvonne von Privatkino in ihrer Rezension zu „Der Tag wird kommen“.

Um Ehrenmord geht es in Elif Shafaks Roman „Ehre“. Ann-Christin hat sich dem Buch und seiner schwierigen Thematik gewidmet und resümiert auf ihrem Blog Wortgalerie: „Elif Shafak findet eine Sprache für das schöne Fremde und das unfassbar Grausame.“

Leipziger Buchmesse

Auch in dieser Woche war die Leipziger Buchmesse noch Thema bei den Buchbloggern. Was es alles in Leipzig zu sehen und erleben gab, erfahrt ihr unter anderem bei booksandmore81, Friedelchens Bücherstube, Miss Booleana und Seitenweise.

Ungewöhnliche London-T(r)ips

In London gibt es ja immer irgendetwas zu entdecken – auch ich habe nach vier Aufenthalten lediglich einen Bruchteil dieser einzigartigen Stadt gesehen. Daher bin ich immer neugierig auf die Empfehlungen und Erlebnisse anderer. In dieser Woche gab es davon gleich zwei.

Auf danares.mag erhalten wir den Rat: „[T]raut […] keinen Filmen, die euch suggerieren, dass ihr den schönsten Blick auf die City of London haben werdet, wenn ihr euch an jenen Ort begebt, an dem Hugh Grant und Julia Roberts ihre transatlantische Beziehung verkomplizierten.“ Stattdessen hat meine Bloggerkollegin hier einen besseren Tipp für einen tollen Blick auf die Metropole.

Auf literrallywriting wurde hingegen ein Reiseführer aus den ’50ern vorgestellt, der zwar für heutige Trips nach London weniger geeignet ist, aber einen Einblick gewährt, wie es damals in der noch vom Krieg gezeichneten Stadt war.

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