Die liebe Tanja vom Lese-Leuchtturm hat ihren Scheinwerfer auf meinen Blog gerichtet und mir einen Award verliehen. Da ich von diesen Blog-Awards inzwischen nicht mehr viel halte, habe ich mich dafür entschieden, diesen auch nicht anzunehmen und weiterzureichen. Tanjas Fragen, die sie in Verbindung mit dem Award gestellt hat, möchte ich aber dennoch beantworten:

Wo und wann liest du gerne?

Ich lese am liebsten abends – für mich ist das Eintauchen in ein Buch genau das Richtige, um einen Tag zu beenden. Meist lese ich dadurch natürlich Zuhause im bzw. auf dem Bett. Abgesehen davon finde ich Zugfahrten ideal zum Lesen.

Wenn dein Leben ein Buch wäre, welches wäre es?

Mmh, das kann ich nicht beantworten. Sicher gibt es hin und wieder Stellen in Büchern, in denen ich mich oder Teile aus meinem Leben wiederentdecke, doch habe ich noch nie ein Buch gelesen, dass größere Parallelen zu meinem Leben aufweist.

Welches Buch wirst du nie vergessen, und warum?

Oh, da gibt es zu viele, als das ich mich auf eines festlegen könnte: „Die unendliche Geschichte“ und „Das Tagebuch der Anne Frank“, weil dies die einzigen Bücher sind, die ich mehr als fünfmal gelesen habe; „My Sister’s Keeper“ von Jodi Picoult, weil es mir den entscheidenden Impuls gegeben hat, zu bloggen; „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne und „Unheimliche Geschichten“ von Edgar Allan Poe & Benjamin Lacombe, weil diese Bücher meine ersten Kontakte zu den Werken zweier der begnadesten Menschen waren.

Gibt es ein Genre, mit dem man dich jagen kann?

Eines? Mehrere! Chick-Lit finde ich unglaublich langweilig, ebenso Romane, in denen es nur um Erotik geht und vermeintlich witzige Bücher, die bloß auf reine Unterhaltung abzielen. Ich brauch einfach mehr Handlung als „er liebt mich, er liebt mich nicht“ oder ähnliches.

Wie und wann entstand die Idee für deinen Blog?

Meinen Blog habe ich 2010 ins Leben gerufen. Mit dem Gedanken an einen Buchblog spielte ich zu diesem Zeitpunkt schon länger. Als ich dann Jodi Picoults „My Sister’s Keeper“ las, wurde die lang gehegte Idee dann realisiert, da es das erste Mal war, dass mich ein Buch derart beschäftigte, dass ich meine Eindrücke dazu unbedingt „loswerden musste“.

Welche Blogs oder YouTuber besuchst du am häufigsten, und warum?

YouTube-Guckerin bin ich gar nicht. Wenn ich YouTube nutze, dann weil ich ein bestimmtes Video gesucht habe – aber regelmäßig besuche ich die Seite nicht und es gibt auch keinen Kanal, dem ich dort folge. Ich bin generell eher jemand, der Text statt Video bevorzugt. 😉
Was Blogs betrifft, verweise ich jetzt einfach mal auf meine Linksammlung.

Gibt es ein Buch, welches du immer und immer wieder aufs Neue lesen könntest?

„Die unendliche Geschichte“, „Alice’s Adventures in Wonderland“ & „Through the Looking-Glass“ sowie „Das Tagebuch der Anne Frank“

Gibt es Neuerscheinungen im Frühjahr, die du schon jetzt sehnlichst erwartest?

Ich muss gestehen, dass ich mich noch nicht wirklich mit den Neuerscheinungen des Frühjahrs auseinandergesetzt habe. Daher gibt es auch nichts, worauf ich warte. Im Juli erscheint allerdings John Boynes aktuelles Kinderbuch „Stay Where You Are And Then Leave“ als Paperback bzw. erscheint auch die deutsche Ausgabe davon im März bei S.Fischer unter dem Titel „So fern wie nah“. Mal schauen, welche Version ich mir holen werde – ein Muss ist die Geschichte für mich auf jeden Fall, da John Boynes Kinderbücher einfach einzigartig sind.

Welches Buch hat dich zuletzt am meisten enttäuscht?

Die letzte große Enttäuschung für mich war Jules Vernes „Die geheimnisvolle Insel“, von dem ich mir viel mehr erhofft hatte. Warum mich das Buch so enttäuscht hat, erfahrt ihr hier.

Nenne drei Autoren, dessen Werke du sehr schätzt.

  1. der bereits mehrfach genannte, einfach grandiose John Boyne, weil er eine unglaubliche Themenvielfalt in seinen Büchern abdeckt, ungewöhnliche Protagonisten hat und er sowohl mit seinen Kinderbüchern als auch mit seinen Romanen für Erwachsene IMMER überzeugen kann
  2. Jodi Picoult, weil sie sich in ihren Büchern gesellschaftlich brisanten Themen widmet und man als Leser dabei immer auch die eigene Meinung hinterfragt
  3. Benjamin Lacombe, weil seine Bilder mich stets aufs Neue verzaubern und überraschen, seine Bücher voller Magie stecken und die darin erzählten Geschichten zeitlos sind

Schreibe dein liebstes Zitat oder Gedicht auf. (bitte mit Quellhinweis)

Wie ich schon neulich schrieb, habe ich kein bestimmtes Lieblingszitat – dafür stoße ich viel zu oft auf interessante Passagen. Da es in diesen Fragen aber so schön um die Liebe zu Büchern geht, möchte ich an dieser Stelle  Verleger Reinhard Piper zitieren, der die Bedeutung von Bücher ganz treffend auf den Punkt gebracht hat:

„Bücher begleiten uns durch unser Leben. Sie sind Mittel unserer Menschwerdung, sie vertiefen unser Bewußtsein.“