Wer mehr oder weniger regelmäßig meinen Blog liest, dem sollte wohl schon aufgefallen sein, dass ich an Büchern aus John Boynes Feder einfach nicht vorbei komme. Was ich an dem irischen Autor – neben seinem Schreibstil und seinen ungewöhnlichen Geschichten – besonders schätze, ist, dass er immer wieder auch Kurzgeschichten in Zeitungen veröffentlicht, also dort, wo diese literarische Form ihren Ursprung hatte.

In der letzten Wochenendausgabe der „Irish Times“ veröffentlichte John Boyne nun eine etwas andere Weihnachtsgeschichte: „Rest Day“ spielt während des Ersten Weltkrieges und thematisiert einen Heiligabend unter den englischen Truppen. Im Fokus steht dabei Private Hawke und sein Erleben dieser ungewöhnlichen Weihnacht. Da die Kurzgeschichte nur in der Printausgabe der „Irish Times“ erschien, hatten Leser außerhalb Irlands natürlich keine Möglichkeit, „Rest Day“ zu lesen. Das änderte sich jedoch noch pünktlich zu Weihnachten: Seit dem 23. Dezember ist die Kurzgeschichte für 0,89 € als E-Book für den Kindle erhältlich.

Besonders an „Rest Day“ ist, dass sich die Geschichte auch ein wenig auf Boynes Roman „The Absolutist“ (dt. Titel: „Das späte Geständnis des Tristan Sadler“) und sein neustes Kinderbuch „Stay Where You Are And Then Leave“ bezieht. Zwar muss man keines der beiden Bücher gelesen haben, um „Rest Day“ zu verstehen, doch empfiehlt sich die Lektüre von „The Absolutist“ und „Stay Where You Are And Then Leave“ vor der Kurzgeschichte, um diese kleinen, feinen Bezüge zu entdecken.