Nachdem ich in letzter Zeit viele Helden meiner Kindheit wiederentdeckte (die Mumins, das letzte Einhorn, Winnie-the-Pooh), hat mein inneres Kind die Vorherrschaft übernommen. Die Verlage sind aber auch so „gemein“ und präsentieren all meine Lieblinge noch einmal neu. So entdeckte Lars kürzlich die Werkausgaben der „Peanuts“: Seit 2006 veröffentlich der Carlsen Verlag die seit 1950 entstandenen rund 18.000 Comic-Strips in 25 Einzelbänden.

Viele verbinden mit den Peanuts vorwiegend den übervermarkteten Snoopy und Charlie Brown, ich wurde hingegen aufgrund des Humors und Charaktere wie Schroeder, Lucy und Linus zum Fan.  Seitdem ich nun die Werkausgaben sah, von denen im August Band 13 erscheint, fühle ich mich wie damals als Achtjährige bei „Toys’R’Us“: Einmal ins Auge gefasst, muss ich das Objekt meiner Begierde haben, sofort und ohne Wenn und Aber – selbst wenn danach die Welt unterginge, wäre es mir egal, denn mein Wunsch wäre erfüllt und ich damit glücklich. Dieses Mal dreht es sich dabei jedoch nicht um Barbies, sondern um Bücher über Figuren, die mich während meiner ganzen Kindheit begleiteten.

Zu schade nur, dass ein Band 29,90 Euro kostet – bei den bisher 12 erschienen wäre das einfach zu viel für das arme Studenten-/ Praktikantenportemonnaie. Als Kind bei „Toys’R’Us“ brauchte ich mir keine Gedanken um die Preise machen und ging immer glücklich und mit erfülltem Wunsch heim. Heute heißt es träumen, sparen, beschenken lassen und vor allem: in Geduld und Bescheidenheit üben. 😉

Nachtrag vom 6. April 2012: Lars und ich haben gerade auf eBay, Amazon.com und Amazon.co.uk nach den Werkausgaben Ausschau gehalten. Im englischen Original käme mir die Sammlung etliches günstiger. Unschlagbar ist da Amazon UK: Ein Band ist hier aktuell für läppische £ 9,75 erhältlich, also ca. 12 Euro!!! In solchen Momenten liebe ich meine VISA 😉 Dennoch hadere ich grade: Soll ich oder soll ich nicht??? Einmal mit dem Sammeln begonnen, wird mich das Fieber wohl übermannen. Andererseits werde ich wohl kaum günstiger an die Bücher heran kommen. Hach, damals zu „Toys’R’Us“-Zeiten fielen mir Entscheidungen wirklich leichter 😉