Damals hatte ich gerade Jodi Picoults „My Sister’s Keeper“ gelesen und war so aufgewühlt, dass ich meinen Eindrücken irgendwie Ausdruck verleihen musste. Da ich immer gerne schrieb und meine Gedanken schriftlich besser erfassen und ausdrücken konnte/ kann, schien dies der beste Weg. Wie passend, dass ich auch seit Monaten über einen Bücherblog sinnierte. Nun fehlte nur ein passender Name, der nach Tagen des Grübelns auch gefunden war. Am 24. Februar 2010 war Phantásienreisen geboren und die ersten beiden Artikel verfasst. Seither gab diverse Layouts, mehr Kategorien und auch die Zahl der Blogbesucher steigt zunehmend. Mit seinen zwei Jahren ist mein kleiner Bücherblog von damals also ziemlich gewachsen. Ich habe während dieser Zeit andere Blogs kommen und kurz darauf aus verschiedensten Gründen wieder verschwinden sehen. Für mich und Phantásienreisen sehe ich aber noch lange kein Ende – im Gegenteil: Mit jedem Eintrag, jedem neuen Stammleser macht es mir mehr Spaß. Denn in all der Zeit habe ich nicht nur meiner Leidenschaft fürs Schreiben stärker nachgehen können, sondern auch viele andere großartige Blogs und ihre Inhaber(-innen) kennenlernen dürfen. Das Austauschen über Bücher und Autoren auf meinem oder ihren Blogs macht mir dabei ebenso viel Freude wie das Lesen und Schreiben. Daneben bin ich durch das Bloggen und den Kontakt zu anderen Lesesüchtigen auf viele interessante Bücher und Autoren gestoßen, die ich sonst gänzlich übersehen oder ignoriert hätte.

In diesem Sinne möchte ich mich an dieser Stelle bei euch allen ganz lieb bedanken – fürs Lesen, Kommentieren, das Betreiben eurer Blogs, das Diskutieren und Erweitern meiner Bücherwelt!

Natürlich konnte ich aber auch nicht nur die Eindrücke anderer Leser und Blogger erfahren, sondern kam auch in Kontakt mit Autoren. In Anke Höhl-Kayser und Axel Westerwelle fand ich dabei zwei deutsche Autoren, die nicht nur tolle Bücher geschrieben haben, sondern auch noch sehr nett und sympathisch sind, sodass mir der Austausch mit ihnen viel Spaß bereit hat und ich ihnen für die schriftstellerische Laufbahn von Herzen viel Erfolg und lauter positive Erfahrungen wünsche.

Tatiana de Rosnay über meine Rezension zu "Das Haus der Madame Rose"

Tatiana de Rosnay über meine Rezension zu "Das Haus der Madame Rose"

Mehr als nur gestaunt habe ich, als die  international erfolgreiche französische Bestsellerautorin Tatiana de Rosnay auf meine Rezension zu ihrem aktuellen Werk „Das Haus der Madame Rose“ stieß und diese ihr so gut gefiel, dass sie darüber auf Facebook und Twitter berichtete und mir auf meinem Blog ein Kompliment hinterließ. Ich gebe zu, mein kleines, feines Blogger- und Redakteurinnen-Herz schlug gleich viel höher, wuchs gewaltig und ließ mich sehr geehrt fühlen. Solche Momente, in denen man sieht, dass das, was man hier in seiner freien Zeit zusammenschreibt, von Autoren und auch von anderen Lesern so positiv angenommen wird, sind die wohl schönsten Blogerlebnisse und bestärken einem, weiterzumachen.

Für den dritten Geburtstag im kommenden Jahr werde ich mir etwas für euch überlegen, was genau, weiß ich so lange im Voraus noch nicht. Aber ihr werdet zum Mitmachen aufgerufen und könnt kreativ werden! Bis dahin freue ich mich erst einmal auf weitere Büchergespräche, Lesungen und andere Veranstaltungen meiner Lieblingsbuchhandlung, die Leipziger Buchmesse und natürlich viele neue Bücher. Eines davon ist die deutsche Version von Benjamin Lacombes „L’Herbier des Fées“: Das Verlagshaus Jacoby und Stuart, das bereits andere Werke des französischen Autors und Künstlers veröffentlicht hat, kündigte kürzlich nämlich das Erscheinen der deutschen Ausgabe für den kommenden Herbst an. Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, wie beeindruckt ich damals von dem Trailer bzw. dem Buch im allgemeinen war. (Gut, das bin ich eigentlich von allen Werken Lacombes …) Wer es nicht (mehr) weiß oder das Buch noch nicht kennt, darf jetzt noch einmal ins Schwärmen geraten 😉 :