So gern ich auch lese und mich über die Bücherwelt informiere – Vorschauen der einzelnen Verlagsprogramme sehe ich mir in der Regel fast nie an. Das liegt einerseits daran, dass ich ungern mich ungern durch 5 PDFs pro Verlag blättere, andererseits aber auch daran, dass ich mich einfach lieber überraschen lasse – durch die Buchhandlung zu stöbern und zu schauen, was es Neues gibt, finde ich viel spannender und ist für mich ein viel schöneres Erlebnis als die bloße Information auf elektronischem Wege. Dennoch stöberte ich heute Vormittag durch das kommende Angebot des dtv. Grund dafür war das abgebildete Cover, welches meine Aufmerksamkeit erregte.

Als Genießerin indischer Filme und Literatur MUSSTE ich einfach herausfinden, was es mit Chandrahas Choudhurys „Der kleine König von Bombay“ auf sich hatte. Die Vorschau und die Leseprobe zur Geschichte über Arzee, der von der Liebe träumt und sich oft ganz klein fühlt, konnten mich dann ebenfalls überzeugen und das Buch landete umgehend auf meiner Wunschliste. Choudhurys 260-seitiger Roman ist zugleich eine Hommage an das indische Kino und wer sich einmal mit Indiens Filmkultur und -geschichte auseinandergesetzt hat, weiß, welche Rolle die zumeist dreistündigen Produktionen für die Bevölkerung hatten bzw. noch haben.

Erscheinen soll „Der kleine König von Bombay“ im Mai kommenden Jahres – wenn ihr mich fragt, dauert es bis dahin noch viel zu lange 😉 Doch Choudhurys wortgewaltigem Schreibstil nach zu urteilen, lohnt sich das Warten!

„Worte sind die eine Hälfte der Literatur, die andere Hälfte ist Leben.“

Chandrahas Choudhury