Jodi Picoult schreibt scheinbar ohne Pause: Nachdem sie im vergangenen Jahr „House Rules“ und erst vor kurzem „Sing You Home“ veröffentlichte, steht schon ein Teil ihres folgenden Romans. Hinter dem Titel „Lone Wolf“ verbirgt sich eine Geschichte über lebenserhaltende Maßnahmen, Organspende und die Entscheidung anderer über Leben erhalten oder aufgeben.

Doch lest selbst:

Edward Warren, 23, has been living in Thailand for five years, a prodigal son who left his family after an irreparable fight with his father, Luke. But he gets a frantic phone call: His dad lies comatose in a NH hospital, gravely injured in the same accident that has also injured his younger sister Cara.

Cara, 17, stll holds a grudge against her brother, since his departure led to her parents’ divorce. In the aftermath, she’s lived with her father – an animal conservationist who became famous after living with a wild wolf pack in the Canadian wild. It is impossible for her to reconcile the still, broken man in the hospital bed with her vibrant, dynamic father.

With Luke’s chances for recovery dwindling, Cara wants to wait for a miracle. But Edward wants to terminate life support and donate his father’s organs. Is he motivated by altruism, or revenge? And to what lengths will his sister go to stop him from making an irrevocable decision?

LONE WOLF looks at the intersection between medical science and moral choices. If we can keep people who have no hope for recovery alive artificially, should they also be allowed to die artificially? Does the potential to save someone else’s life with a donated organ balance the act of hastening another’s death? And finally, when a father’s life hangs in the balance, which sibling should get to decide his fate?

Veröffentlicht wird „Lone Wolf“ im März 2012 – wie immer über Picoults Stamm-Verlag „Atria Books“. Eine Leseprobe gibt es schon jetzt auf ihrer Autorenhomepage.

Jodi Picoults 2010-er Roman „House Rules“ wurde nun auch endlich ins Deutsche übersetzt und erscheint am 19. August dieses Jahres bei Lübbe unter dem Titel „In den Augen der anderen“ als Hardcover, Hörbuch sowie am 14. Oktober als E-Book (warum dies später erscheint, ist mir schleierhaft, steht das elektronische Dokument im Produktionsprozess doch noch vor dem Druckexemplar). Den Titel finde ich – wie es anscheinend Trend bei deutschen Büchern geworden ist – langweilig, allgemein gehalten und nicht sehr aussagekräftig. Auch das Cover passt kein bisschen zum Inhalt, suggeriert es doch, dass die Hauptperson eine Frau wäre (was ja nun gar nicht der Fall ist). Es orientiert sich optisch zwar an den Vorgängerbänden „Schuldig“ und „Zerbrechlich“, sticht jedoch nicht aus der Masse heraus und hat keinerlei Bezug zum Inhalt. Das alles sind einige der Gründe, wieso ich die englischen Originale bevorzuge, besonders bei Picoult. Ganz davon abgesehen, dass meiner Erfahrung nach bei den deutschen Übersetzungen ihrer Bücher immer viel von ihrem Schreibstil verloren geht und Wörter, Satzteile oder gar ganze Abschnitte gestrichen werden, die deutsche Ausgabe aber dennoch als „ungekürzt“ betitelt wird.