Mein heutiger Tag begann mit Büchern und endet mit ihnen: Kurz nach dem Aufstehen (das Frühstück lag gerade hinter uns) klingelte der Postbote und überreichte mir ein – schon seit Tagen erwartetes – Päckchen. Darin befand sich wieder einmal ein Buchgewinn. Im Mai schaffte ich es doch tatsächlich unter die Gewinner des monatlichen Gewinnspiels bei Randomhouse. So fand Colin Cotterills „Briefe an einen Blinden. Dr. Siri ermittelt“ seinen Weg zu mir.

Am Nachmittag folgte ein kleiner Abstecher in die Buchhandlung. Während ich mich ein wenig umsah, schlenderte mein Liebster zur Kasse – und überraschte mich wenige Minuten mit später mit Tolkiens „Geschichten aus dem gefährlichen Königreich“. So wurde mein SUB heut um zwei Bücher größer, ohne dass ich etwas dafür zahlen musste. 😀

In der Buchhandlung las ich auch „Gute Geister“, die deutsche Version von Kathryn Stocketts „The Help“, an – und war sehr enttäuscht: Bei der Übersetzung ist einiges von dem atmosphärischen, warmen Schreibstil der Autorin verloren gegangen und der extreme Südstaaten-Slang wich in  Cornelia Holfelder-von der Tanns Übersetzung einem makellosen, grammatikalisch immer korrekten, gänzlich dialektfreiem Hochdeutsch. Dabei ist gerade der Slang etwas, das ich an Stocketts Debütroman so liebe! Daher rate ich jedem lieber zu der englischen Originalversion zu greifen – die hat auch einen passenderen Titel und ein schöneres Cover sowieso.

Zu „The Help“ schulde ich euch noch immer die Rezension. Zeitlich bin ich dazu leider noch nicht gekommen – fürs Studium habe ich gerade tausend Dinge gleichzeitig zu tun und nebenbei wird natürlich auch noch etwas gearbeitet. Aber so bald es etwas ruhiger wird, liefere ich euch einen ausführlichen Bericht zu „The Help“. Das Buch hat so viele Facetten, dass ich noch nicht recht weiß, wie ich alles in einen Text verpacken soll und meine vielen Gedanken und Eindrücke erst noch in Ruhe sammeln muss.