Heute erreichte mich wieder ein neues Rezensionsexemplar von Klett-Cotta/ Hobbit Presse, denn am 20. August – also schon diesen Freitag! – erscheint „Die Legende von Sigurd und Gudrún“. Entdeckt und herausgegeben wurde dieses neue Tolkien-Schätzchen von J. R. R.’s Sohn Christopher. Nachdem es bereits 2009 im englischsprachigen Raum veröffentlicht wurde, können nun auch deutsche Leser in den Genuss des Werkes kommen. Die Ausgabe wartet neben der Übersetzung auch mit dem englischen Original auf.

In der „Legende von Sigurd und Gudrún“ behandelte J. R. R. Tolkien einen Part der Nibelungendichtung, über den es kaum Informationen gibt und schließt somit eine  Lücke in der germanischen Saga. Auch wenn die Nibelungeschichte schon mehrfach behandelt wurde, weist Tolkien neuen Stoff auf und bediente sich dabei dem altnordischen Fornyr ð islag, dem „Versmaß der alten Sagen“, das mit dem altenglischen Metrum weitgehend identisch ist. Außerdem zeigt er hier eine andere Seite seines schriftstellerischen Könnens, eine Seite jenseits der Hobbits und anderen fantastischen Wesen aus Mittelerde. Dabei inspirierte Tolkien die Arbeit an der „Legende von Sigurd und Gudrún“ erst zum „Herr der Ringe“-Epos.

Am Nachmittag des 27. August, also genau eine Woche nach Erscheinungsdatum, organisiert Klett-Cotta auf www.tolkien-buecher.de eine Chatparty mit Stephan Askani (Fantasy-Lektor, Klett-Cotta), Tolkien-Kenner Tom Shippey und Hans-Ulrich Möhring (Übersetzer von „Die Legende von Sigurd und Gudrún“). Hier könnt ihr nicht nur Fragen rund um das neue Buch und Tolkien selber stellen, sondern mit etwas Glück auch Exemplare des Buches gewinnen. Und alle, die erst mal eine Kostprobe des Buches wollen, können zu einer der im September und Oktober stattfindenden Lesungen gehen. Die Termine hierzu sowie weitere Informationen zur Chatparty und zur „Legende von Sigurd und Gudrún“ findet ihr natürlich auf der Homepage von Klett-Cotta.